AM 19.01.2020 kam unser Sohn Tim zur Welt. Was wunderschön begann endete an diesem Tag in einem Kampf um Leben und Tod, denn Tim kam nicht gesund zur Welt. Wir fanden uns in einer Welt voller Schläuche und Monitore wieder.

Tim musste insgesamt 8-mal  in der Nase und im Rachen operiert werden. Dreimal hat er es fast nicht geschafft. Er hat 3 Löcher im Herz und leidet unter einem Gendefekt.

In der Zeit als ich mit Tim im Krankenhaus war, hat meine Tochter Julie ein Praktikum auf einem Ziegenhof bei uns in der Nähe gemacht. Und wie das so ist im Frühling – es war Lämmerzeit.

Was viele nicht wissen,  die Lämmer werden den Müttern weggenommen und dann mit Milchersatz großgezogen die weiblichen bleiben, die männlichen werden verkauft, verschenkt geschlachtet und wer weiß was Gott noch, Hauptsache weg (denn sie kosten Geld). Manch eine Ziege bekommt Drillinge, von denen  es oft eines der Lämmer nicht schafft. Und eben denen nahm sich meine Tochter an und bekam diese dann auch geschenkt. Im Lockdown und eigentlich mit Gedanken bei Tim stimmte ich zu, dass sie diese behalten dürfe.

So hielten nun also Günter, Werner und Rüdiger hinter dem Haus Einzug. Wir wohnen zur Miete,  hatten vorher nicht gefragt …es war zum Glück jedoch kein Problem.

Tim hatte seine letzte Operation im Juni und erholte sich gut, er wurde ein aufgewecktes Baby, das immer gut gelaunt in den Tag startet, trotz der vielen leidvollen Erfahrungen die er schon überstanden hatte, strahlte er ….

Der Lockdown kostete uns unsere kleine Forstdienstleistungsfirma und unseren Brennholzhandel. 

Unser Auto war weg, da das Leasing zu teuer geworden war. Der kranke Tim und dazu die wachsenden finanziellen Schwierigkeiten. Thomas, mein Mann verlor ganz den Mut. Ab Sommer fuhr er dann schließlich LKW. Was das Leben abermals umkrempelte denn nun war ich mit Tim allein. Dazu muss man wissen ich und Thomas funktionieren irgendwie nur zusammen.

Es begann das Umdenken…Tim machte uns mit seiner Fröhlichkeit Mut.

Ein ehemaliger Kunde meldete sich „... wir hätten doch Ziegen,er würde seine abgeben und sie hätten Milch für Käse. Wir entschieden uns sie zu nehmen,  aber es musste ein Stall her und Weiden. Wir hatten nix von allem.

Mein Mann stellte sich auf die Hinterbeine und so gelang es ihm günstig einen Stall zu pachten einen Ort weiter. Als der Stall soweit hergerichtet war…zogen nicht etwa die Ziegen ein, nein durch Zufall bekamen wir Kuh Berta, deren Mutter bei der Geburt gestorben war. Damit Berta nicht so einsam war gesellten sich Elli und Mia dazu.

Die Milchziegen zogen kurz darauf ein.

6 Tiere -  Gisela, Susi, Helga, Daria, Gudrun und Locke - dabei jung bis alt alles dabei - sie gaben wunderbare Milch. Jetzt war es schon ein Mini-Bauernhof. Allerdings musste ich jeden morgen allein in den Stall melken und die Kühe mit Milchersatz tränken. Immer dabei war natürlich Tim. Er liebte die Stallluft,  den Geruch nach Heu, die Wärme der Tiere, die Geräusche. Er lächelte und schlief zu meist während ich von Hand melkte. Die Milch verarbeitete ich zu Quark, Joghurt und Frischkäse. Alles mit einfachsten Mitteln für den Eigenbedarf.

Wir wollten auf Dauer nicht mehr die Hektik des Alltags, wir wollten uns selbst mehr versorgen … und so war klar, wir wollten es zu unserem Leben machen. Wir liebten diese Arbeit. Mein Mann war in seinem Element mit den Tieren. Es erinnerte ihn zurück an die Zeit, als er noch Betriebsleiter auf einem Hofgut in der Nähe war und an seine Studienzeit, in der er nebenher in der Landwirtschaft jobbte.

Aus 6 Ziegen sind mittlerweile 30 geworden plus 2 Böcke und ein paar Zickel. Und jetzt ganz frisch unsere ersten eigenen Zickel.

Wir dachten noch wir könnten hier Räumlichkeiten zur Milchverarbeitung anmieten, kauften eine mobile Melkeinheit usw.

Wir fanden keine passenden Räume ...

und der Winter kam und belehrte uns, dass der Stall so weit weg mit Familie und Baby etc. eine große Herausforderung war. Und hinzu - kein Strom, kein Licht, eisig kalt der Start der ersten Zickel in einem harten Winter.

Auf der Suche  nach Möglichkeiten haben wir uns letztendlich auf einer Hofbörse einen Hof gesucht zur Erbpacht. Und nach einem Besuch im Erzgebirge ist es klar, es passt,  wir haben endlich unseren Hof gefunden. Es bedarf einer Rundum Erneuerung um den Hof in die Zukunft zu führen. Es wird ein gutes Stück Arbeit
(erfahrt mehr in unserer Projektbeschreibung).

ABER WIR SCHAFFEN DAS

Wieso nun ein Ziegenhof für Tim:

“ Ohne Tim hätten wir nicht den Mut gehabt. Er hat uns mit seiner puren Lebensfreude und durch seinen schweren Start gezeigt,   dass es nur darauf ankommt, dass du gücklich bist mit dem was du tust.“ 

Er blüht auf mit den Tieren und wir hoffen, dass sich das vielleicht  auch langfristig positiv auf seine Entwicklung auswirkt und natürlich soll es für ihn auch eine Zukunftsperspektive sein.

Aber ich wir sind uns einig -  Tim war der Startschuss für unsere außergewöhnliche Idee.

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AUFBAU EINES KLEINBÄUERLICHEN BETRIEBES

Unsere ersten Schritten sind das Herrichten von Bad und Küche im Wohntrakt. Denn diese sind unabdingbar mit Kindern.

Gefolgt vom Aufbau eines Ziegenstalls und Aufbau einer kleinen Milchviehherde für den vorhandenen Kuhstall mit 15-20 Kühen haben wir bereits ein Auskommen. Eine Molkerei, die die Milch auch in Kleinmengen abnimmt, ist bereits gefunden. Bullenkälber werden von uns aufgezogen. Wir haben uns für Fleckvieh entschieden, weil diese auch eine gute Fleischleistung haben. Mit ihrer Unterstützung ist es zum Beispiel möglich die Kälber länger bei der Mutter zu lassen, selbst zu mästen und das Fleisch, gegebenfalls auch die Milch, selbst zu vermarkten.

Instandsetzung der Weide

Die Weiden müssen neu umzäunt werden und Weidezubehör beschafft werden.

Die Felder und der Traktor

Die Felder müssen bestellt werden. Ein guter Gebrauchter Traktor wäre super mit der nötigen Kraft. Wir möchten einen großen Teil unseres Futters selbst anbauen. Zum Hof gehören rund 50 Hektar Land unterteilt in Wiesen und in Ackerfläche.

Unsere Ziegen füttern wir hauptsächlich mit Heu und mit gut zusammengestelltem Körnermischfutter.

Wichtig ist, unser Ziegenmilch schmeckt nicht nach Ziege, sie ist angenehm mild im Geschmack was iauf die Fütterung und Haltung zurückzuführen ist.

Unser Herzensprojekt  „Bruder Ziege"

Wie in jeder Milchwirtschaft sind die männlichen Ziegen ein überflüssiges Nebenprodukt! Nicht mit uns!!  

Der Milchautomat

Da die zweite Hofstelle mitten in der Stadt Zwönitz liegt, möchten wir dort gern im Haus einen Milchautomaten platzieren. Im Haus befindet sich zudem bereits ein florierender Obst und Gemüse Laden. 

Kuhmilch oder Ziegenmilch im Automat -  was meint ihr??

Die Molkerei 

In unserem städtischen Standort soll auch die Molkerei und Käserei für unseren Ziegenkäse entstehen. Ein separates Gebäude, das dafür ausgebaut werden kann, ist bereits vorhanden.

Was braucht es? Die Räume brauchen neue Stromversorgung, die Räume müssen gefliest werden.

Anschaffung eines Käsekessels sowie einer Käsepresse .

Anschaffung von Käseformen und  Käsezubehör.

Was soll produziert werden?

Schnittkäse Weichkäse Frischkäse Quark und Jogurt. Im Haupthaus gibt es einen Gewölbekeller der zur Reifung genutzt werden kann.

Wir freuen uns auf Eure Unterstützung, lasst unseren Familientraum wahr werden.

Zeigen wir dass es auch im Kleinen funktionieren kann. Werdet ein Teil unseres Projekts „ ein Mitstreiter“.

Natürlich wird es für unsere Unterstützer auch ein kleines Dankeschön geben.

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Das kannst du


abstauben,

 

wir wollen auch was


zurückgeben!

Spende 10 Euro

Ein Päckchen Pflanzendünger von unseren Ziegen


Spende 15 Euro

Eine Postkarte nach Wahl mit einem Motiv unserer Tiere


Spende 25 Euro

Ein Produkt nach Wahl aus der Molkerei


Spende 50 Euro

Erlebnistag auf dem Hof 

Oder Eier von unseren Hühnern

Spende 100 Euro

Eine 1,5 stündige Ziegenwanderung mit Verpflegung oder 3 Stunden Kuschelzeit  mit unseren zahmen Therapieziegen „einfach mal die Seele baumeln lassen“


Spende 150 Euro

Namenspatenschaft an einem unserer Ziegenlämmer

Mit Urkunde und Steckbrief (mit Bild vom Tier)


Spende 250 Euro

Namenspatenschaft an einer unserer Kühe

Mit Urkunde und Steckbrief (Bild vom Tier)

Spende 500 Euro 

100 Euro Gutschein für die Käserei oder

Gutschein für ein Fleischpaket im Wert von 100Euro


Spende 750 Euro 

eine Nacht im Heu und Stroh ganz nah dran


Spende 1000 Euro 

ein Wochenende auf unserm Bauernhof

Besucht uns und genießt die Landluft


Bei Spenden ab 3000 Euro 

14 Tage Mitarbeit und Leben auf dem Hof aktiv mit allem was dazugehört

oder wahlweise ein verlängertes Wochenende bei uns. (4 Tage) 


ab  10000 Euro

Für Großspender gilt die Kombination von bis zu 3 aus der Liste angegebenen Erlebnissen oder Produkten

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Bruderziege


Ohne Kitze keine Milch

Wie alle Säugetiere müssen Ziegen Nachwuchs haben um Milch produzieren zu können. So wird auch die Ziege jedes Jahr belegt, um nach ca. 5 Monaten ihr Kitz auf die Welt zu bringen und anschließend Milch zu geben. Meist bekommen Sie Zwillinge in seltenen Fällen nur ein Zicklein oder Mehrlinge.

Etwa die Hälfte der Lämmer die eine Ziege in ihrem Leben zu Welt bringt sind männliche Zickel, jedoch werden diese nicht zur Milcherzeugung benötigt, weshalb ca. 90% aller männlichen Lämmer noch vor dem Erreichen ihrer dritten Lebenswoche verkauft werden, an Privat Personen aber auch ins Ausland zum Mästen. Manche landen auch zu den Ostertagen als Braten auf dem Tisch, jedoch ist das nur ein kleiner Bruchteil der gesamten Menge.


Abfallprodukt Ziegenbock

So gilt das männliche Lamm als Abfallprodukt in der heutigen Milchproduktion, denn die Zickel der heutigen Hochleistungs-Ziege setzen durch die Züchtung auf eine möglichst hohe Milchleistung zu wenig Fleisch an, um für einen Betrieb gewinnbringend zu sein. So würde die Aufzucht der männlichen Zickel nur Kosten verursachen, die durch den Verkauf der Produkte aus solch einem Lamm nicht gedeckt werden können.


Liebenswerter Geißbock

Wie bereits erzählt, begann alles mit unseren 3 kleinen Zickeln Werner, Rüdiger und unserem Günter. Die drei Süßen ließen uns umdenken und hinterfragen, ob dies der richtige Weg sei? Diese lieben neugierigen und intelligenten Tiere müssen doch auch einen Zweck in der heutigen Milch- und Landwirtschaft haben und nicht als ein sogenanntes Neben beziehungsweise Abfallprodukt zu Ende gedient haben.


Zeit mit dem Bock erfreut Herz und Seele

Oftmals hatten wir Kinder im Geißgehege zu Besuch, dessen Herzen im Anblick der aufmerksamen verspielten Tiere höher sprangen. Schnell lernten die gelehrigen Tiere kleine Kunststücke und erfreuten mit ihrem wunderschönen Wesen klein und groß.

Ist das Böckchen kastriert so wird es weder Stinken, noch entwickelt es das typische Bockverhalten, weshalb sich auch der Bock zu pädagogischen Zwecken mit Freude für Jung und Alt einsetzen lässt.

Das beste Beispiel ist unser Santa, der dem kleinen Tim so viel Freude wie kein anderes Tier bereitet. Mit seiner freudigen Art macht das verrückte Zicklein das Wohnzimmer unsicher, denn der kleine hätte es fast nicht geschafft am Leben zu bleiben, weshalb er nun mit der Flasche aufgezogen wird.


Per Geißbock über Feld/Wiese und quer durch den Wald.

Der Bock trägt das Gepäck bei der wunderschönen Wanderung quer durch den Wald?

Ja, genau wandern mit dem Ziegenbock, die liebenswerten und intelligenten Tiere lieben es durch den Wald zu laufen und auf ihren vier Klauen den Wald zu erkunden. Dabei übernehmen sie das Tragen des lästigen Gepäcks und die Verpflegung, dies wird durch die bequemen Packsättel ermöglicht. Das Interagieren und Beobachten in der freien Natur mit den stets anhänglichen Tieren bereitet große Freude, das gemeinsame Erkunden der Feld- und Wanderwege ist ein großes Erlebnis für alle kleinen und großen Abenteurer.


Land und Naturschutz mit dem Bock

Brach liegende Flächen und bedrohte Tierarten, immer mehr der so seltenen nicht bewirtschafteten Waldwiesen wuchern durch Dornen und Dickicht zu, so dass die ohnehin schon seltenen auf diesen Flächen lebenden Tier -und Insektenarten immer mehr von ihrem natürlichen Lebensraum verlieren und somit nach und nach aussterben.
Auch viele seltene Pflanzenarten verlieren immer mehr Raum zur natürlichen Erhaltung ihrer Art und verschwinden auf lange Sicht aus unseren Wäldern und Wiesen. Jedoch kann auch hier der Geißbock seine Dienste leisten, denn die Ziege ist bekannt für ihre Begabung, solche Flächen von Buschwerk und Dornen zu befreien und somit Raum und Platz für eine große Pflanzen- und Artenvielfalt zu schaffen. Auch Flächen die maschinell nicht zu bewirtschafteten sind, können Ziegen durch ihre Geschicklichkeit und ihren Drang zum Klettern wertvolles Grünland erhalten.

Die Ziegen fressen bevorzugt das Buschwerk und auch vor Dornen machen sie keinen Halt, denn durch ihre kleinen Mäuler können sie geschickt um all die Stacheln herum fressen oder nagen die Rinde von Busch und Baum, so dass diese nicht weiter in die Wiesen hinein wuchern können. Zusätzlich sorgen die Tiere durch das Runtertreten der Gräser und das Hinterlassen von Kot und Urin für wichtigen Humus und düngen somit die Wiesen.


Bruderziege" ein Versprechen

Ein Versprechen aus Liebe zum Tier. Das Versprechen, dass männliche sowie weibliche Zickel eine Zukunft haben. Ein Versprechen, das auch männliche Zicklein bei uns auf dem Hof bleiben und bis zu ihrem neunten Lebensmonat in Beweidungsprojekten mitlaufen dürfen und ein glückliches artgerechtes Zuhause haben. Ohne Transporte ins Ausland, Qualen oder gar Schlimmeres, ein Versprechen für kurze Schlachtwege und stressfreie Transporte

Ein Versprechen für Fleisch aus einer Produktion mit Liebe zum Tier, weil jedes Leben wertvoll ist!

Ein Versprechen, dass ausgewählte Tiere eine Zukunft als Therapie - und Wanderböckchen haben.


Der Geißbock darf leben - was bedeutet das?

Wir versprechen das männliche wie weibliche Tiere eine Zukunft bei uns auf dem Betrieb haben! Wie soll das umgesetzt werden?

Ganz klar ist das nicht nur eine Frage der Zeit sondern auch eine der Finanzen, wie schon erwähnt, ist die Aufzucht der männlichen Zickel nicht lukrativ - jedoch nicht unmöglich. Wir kennen bereits ähnliche Projekte von Henne und Hahn Eiern oder auch von Geschwisterkalb Projekten.
Ein kleiner Aufpreis von in etwa 10 Cent pro Liter Ziegenmilch, soll uns die Aufzucht der männlichen Zickel ermöglichen und eine artgerechte Haltung gewährleisten. Nach der Aufzucht im Stall sollen die Böckchen zur Weidesession in Zusammenarbeit mit Naturschutz sowie zur Beweidung von Mooren oder brachliegenden Flächen und in verschiedenen Landschaftspflegeprojekten mitlaufen . Damit tragen sie zur Erhaltung von bedrohten Tier- und Pflanzenarten bei. Erste Kooperationen mit verschiedenen Vereinen sind bereits im Anlauf.

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